Impulse aus anderen Orten

Ein offensichtlich gelingendes Beispiel für eine Mehrgenerationenwohnanlage in genossenschaftlicher Trägerschaft finden wir im rheinland-pfälzischen Gillenfeld: http://florinshof.gillenfeld.de/images/Presseberichte/Amtsblatt_25_2016.pdf

 

Hier Informationen zu SINN und Angebote für Ältere in Ahlen: www.senioren-ahlen.de

Rundbrief des Netzwerk Engagement älterer Menschen in der digitalen Gesellschaft

Workshops 2015, Netzwerktreffen, Projektvorstellungen und -erfahrungen:

  • Senioren in MoersVernetzte
  • Zeitzeugen im russischen Fernsehen
  • Lohmarer koordinieren im Web Generationentage

Anregungen zum Mehrgenerationenwohnen

Eine Gruppe  der Initiative „Neues Wohnen in Beckum“ besuchte die Gemeinschaftswohnanlage „Pöstenhof“ in Lemgo, um sich für ähnliche Wohnvorhaben in Beckum anregen zu lassen. Mit sichtlicher Freude stellten die ehemaligen Beckumer Gabi und Rolf Siedenhans den Gästen aus der alten Heimat ihren neuen Lebensmittelpunkt vor.
Seit gut einem Jahr organisieren dort in 32 Wohneinheiten Jung und Alt ein gemeinsames Miteinander. Der architektonisch gelungene Neubau, auf einem ehemaligen Fabrikgelände am Rand des historischen Stadtkerns entstanden, ist um einen Innenhof mit Laubengängen angeordnet, der ganz bewusst die Kommunikation und ein soziales Miteinander fördern will. Ein großer Gemeinschaftsraum bietet genügend Platz für gemeinsame Veranstaltungen oder private Feiern. Andererseits bieten die komplett ausgestatteten und barrierefreien Wohnungen in unterschiedlichen Größen zwischen 50 und 100 qm Rückzugsoptionen in die eigene Privatheit. Der im Vergleich zum normalen Mietspiegel etwa 1 € höhere Mietpreis wird durch einen extrem niedrigen Energieverbrauch mehr als kompensiert.
Die Lemgoer Wohnungsgesellschaft hatte im Jahr 2009 begonnen, den Plan eines Mehrgenerationenwohnens umzusetzen und bereits vor der Bauphase einen Gruppenprozess für zukünftige Bewohner zu initiieren. Mit deren Beteiligung hat der Planungs- und Bauprozess 3 Jahre in Anspruch genommen, bevor die Wohnungen im Jahr 2012 nach und nach bezogen werden konnten. Mittlerweile setzt ein Bewohnerverein nach gemeinschaftlich erstellten Regeln das Miteinander in ein Alltagsleben um. In 10 Themengruppen übernehmen alle Bewohner auch Aufgaben für die Allgemeinheit und treffen sich im 6-Wochen-Rhythmus zu verbindlichen Workshops.
Die Beckumer zeigten sich sehr beeindruckt von der freundlichen und lebendigen Atmosphäre des „Pöstenhofs“. Auch wenn die Startbedingungen in Lemgo mit denen in Beckum nicht zu vergleichen sind, waren die Teilnehmer sehr zuversichtlich, in Beckum einen Weg zu finden, der zu einem ähnlichen Ergebnis führen kann und künftige Bewohner zu einem frühen Zeitpunkt in die Planungsphase mit einbezieht. Aufgrund der erfolgreichen Umsetzung wird in Lemgo bereits an einem Nachfolgeprojekt gearbeitet. Die Tendenz zu generationenübergreifenden Wohnformen setzt sich auch bundesweit fort.

-es-